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Rhythms del Mundo - Cubano Aleman

„Was ist das denn?“, habe ich mich gefragt, als ich diese CD in die Hände bekam. Zuerst wollte ich den CD-Spieler gleich wieder ausschalten, dann aber doch nicht, weil ich hören wollte, was da wohl noch Schlimmes kommt.

Ich-Und-Ich, Rosenstolz, Silbermond und viele andere deutsche Interpreten auf „Salsanisch“? Klingt echt gewöhnungsbedürftig und dem eingefleischte Salsanier steht sofort und spontan das „?“ auf der Stirn, spontane Kontraktion der Nackenhaaraufstellmuskulatur. Muss das sein? Was soll das? Ist das ein Scherz? Nein, kein Scherz, sondern ein erneuter Versuch. Nicht etwas ganz Neues, weil es in der Rhythms Del Mundo-Serie bereits andere CDs gibt, auf denen z.B. Coldplay, U2 und Sting die gleiche Gradwanderung vollbringen. Aber auf Deutsch ist es für mich doch sehr ungewohnt und wer Gradwanderungen begeht, ist auch immer vom Absturz bedroht. Hier erst einmal der tiefere Hintergrund: Artist project earth, www.apeuk.org (hurra, wir benefizen. Heilung eines schwachen Produkts durch einen guten Zweck, na ja!)

Mein erster Gedanke war: Was für ein Quatsch. Gibt es nicht schon genug remixed Grütze im Salsaländle? “Let it be“ auf Salsa
 

 
(finde ich übrigens ganz gruselig, auch wenn hier mit Tito Nieves und Tito Punte zwei ganz Große am Start sind)) und andere musikalische Verfehlungen bis hin zu „Yo vivire“ von Celia Cruz
 
 
(finde ich ganz gelungen), Celia nimmt man ja auch so schnell nichts krumm, auch die Frisur nicht, aber muss das wirklich sein?

Ich weiß es nicht wirklich und ich bin hin und her gerissen zwischen Verriss und … bin es immer noch. Einige Stücke finde ich ganz gelungen, wie z.B. „Symphonie“ von Silbermond oder „Hammer“ von Culture Candela. Andere, wie z.B. Udo Lindenberg, hanseatischer Lokalpatriotismus mal bei Seite gelegt, finde ich grauenvoll. Und genau so geht es auch vielen Menschen, die diese CD besitzen. Auf Amazon gibt es einige Rezessionen zu dieser CD, die genau das widerspiegeln, was sich in meinem Inneren vollzieht. Wirklich lustig, ich kenne keine andere CD, die so konträr beurteilt wird www.amazon.de.

Entschuldigt bitte die Verwirrtheit, aber diese CD ist wirklich ungewohnt. Musikalisch könnte ich gut darauf verzichten. Es ist zwar alles sauber gespielt aber irgendwie auch nichts Halbes und nichts Ganzes. Wenn ich eine Süßspeise möchte, nehme ich ja auch keine Currywurst und streue Zucker drüber. Und aus Hardrock wird ja auch keine Klassik, nur weil evtl. eine Geige mitspielt.

Ich glaube aber auch, dass es zumindest nicht darum geht Salsa neu zu erfinden. Da gibt es „richtige“ Salseros, die das viel besser können. Es scheint eine Kontaktaufnahme der Interpreten bzw. Produzenten zu der Musik, die uns so sehr am Herzen liegt. Sollte dies helfen, unsere Lieblingsmusik einem noch breiteren Publikum näher zu bringen, dann soll es mir recht sein. Um allerdings wirklich zu überzeugen, reicht es aber nicht, ein bisschen afro-cubanische Rhythmen unter das Masterband zu mixen und schwupp … wir machen jetzt cubanische Musik. Nein liebe Leute, so einfach kann man sich das nicht machen. Benefiz hin oder her. Ein bisschen mehr Mühe ist da schon von Nöten. Das Piano spielt wie im Schlaf, die Percussionsabteilung trommelt artig vor sich hin und die Bläser werfen ab und an ein larifari in den musikalischen Gemischtwarenladen. Zur globalen Erwärmung trägt diese Produktion gewiss nicht bei und damit ist der Charity-Hintergrund dann ja auch erfüllt. Heiß ist das Ding nicht!

Was mich übrigens vom ersten Gedanken „Komplettverriss“ abgehalten hat (sonst wäre der Text noch vernichtender ausgefallen), ist ein Video zu der CD auf der einige Interpreten auf Cuba bei der Produktion gezeigt werden. Da kommen natürlich Gefühle auf, die den skeptischen Puristen milde stimmen. La Habana und der Malecón, da schlägt das Herz Kapriolen und der objektive Blick verschwimmt www.amazon.de.

Solltet ihr einem Nicht-Salsero einmal durch die kalte Küche in die Welt der Salsa führen wollen, sind Teile dieser CD dafür bestimmt geeignet. Für viel mehr reicht es nicht aber es ist ja für einen guten Zweck, dann sogar in zweierlei Hinsicht. Ansonsten ist die Salsawelt groß und da ist, wollen wir mal großzügig sein, auch noch ein bisschen Platz für Silbermond und Ich-Und-Ich. Allerdings bleibe ich bei Udo Lindenberg kritisch. Entschuldige Udo aber das ist nicht deine Baustelle oder eben doch … aber es wird auch immer eine Baustelle bleiben. Ein Bolero hat nichts mit Rumjammern zu tun, sondern mit Gefühl.

Alles in Allem gibt es von mir für dieses Werk ein „na ja, wenn es denn sein muss“, keine Euphorie und ich schließe in der Hoffnung, dass dies ein einmaliges Erlebnis bleiben wird.

 

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